„International Social Work“ Exkursion nach Malmö (Schweden) im Rahmen des Moduls 16.4

Geschrieben von "Redaktion" am 12. Januar 2012 | Abgelegt unter Exkursionen

Anna Knop und Jeanette Göbel
Studiengang Soziale Arbeit BA
Malmö
Wintersemester 2011/2012

Im Rahmen von Modul 16.4 beschäftigen wir uns mit dem Thema Selbständigkeit in der Sozialen Arbeit und inwiefern Kooperation – insbesondere Sozialgenossenschaften – diese fördern kann. Im Vorfeld führten wir Studierenden Interviews mit Selbständigen aus verschiedenen Bereichen der Sozialen Arbeit. Dabei interessierte uns besonders, welche Erfahrungen diese mit ihrer Selbständigkeit gemacht hatten – Vor- und Nachteile, und ihre Einstellung zum Thema Kooperation.

Turning Torso

Turning Torso

Da wir gehört hatten, dass Schweden Vorreiter im Bereich Sozialgenossenschaften sei, beschlossen wir uns ein Bild vor Ort in Malmö zu machen. Dankenswerterweise lud uns PhD Senior Lecturer Jonas Christensen als Koordinator unserer Partnerhochschule Malmö högskola (Mah) ein und organisierte unter anderem Präsentationen, Workshops und Praxisbesuche.

Da unser Flug mehrmals vorverlegt wurde, traf sich am 05.11. um 5:30 Uhr eine ziemlich müde Truppe am Frankfurter Flughafen. Nachdem wir wohlbehalten in Kopenhagen angekommen waren, nahmen wir den Zug. Dieser fährt über die Öresundbrücke, die das dänische mit dem schwedischen Festland verbindet. Der Ausblick während der Fahrt war faszinierend, da man den Eindruck hatte, direkt durchs Wasser zu fahren. Wir kamen recht früh in Malmö an und fanden ohne Schwierigkeiten zum Hostel. Dort war das Einchecken leider erst nachmittags möglich, weshalb wir beschlossen, uns mit der Umgebung vertraut zu machen. Das Gepäck konnten wir so lange in einem abgeschlossenen Raum lagern.

Alle neun zogen wir also los, um erst einmal zu frühstücken. Denn der Snack im Flugzeug war leider als ungenügend zu bewerten. Nicht weit vom Hostel entdeckten wir ein kleines Café. Der Kälte zum Trotz, setzten wir uns draußen auf die Stühle, um es den Schweden gleich zu tun. Für diejenigen, denen es zu kalt war, lagen IKEA-Decken bereit. Bei einer Tasse Kaffee oder einer heißen Schokolade, sammelten wir Kraft für unsere Stadterkundung zu Fuß.

Auf dem Weg zur Küste durchquerten wir idyllische Parkanlagen und kamen an interessanten Gebäuden wie dem Casino und der Stadtbibliothek vorbei. Dabei fiel uns auf, dass die Schweden sportlich sehr aktiv sind, da sie entweder joggten oder mit dem Fahrrad unterwegs waren. Dabei hatten viele ihre Kinder oder einen Hunde dabei. Für die Hunde gab es am Wasser riesige Wiesen, auf denen sie frei laufen konnten und Übungsplätze. Auch den Turning Torso und moderne Hausboote konnten wir bewundern.

Turning Torso

Turning Torso

Nach einem langen Fußmarsch in die Innenstadt, da wir in den Bussen mit Bargeld keine Fahrkarten lösen konnten, stärkten wir uns bei einem asiatischen Schnellimbiss. Später brachten wir erst mehr über das bargeldlose System in Erfahrung. Stattdessen mussten wir uns die sogenannten „Jojo-Cards“ kaufen, die mit einem gewissen Geld-Betrag aufgeladen werden. Diese müssen im Bus an einen Sensor gehalten werden, wodurch der Fahrpreis automatisch abgezogen wird. Aufladen kann man die Karte unter anderem am Bahnhof oder an Touristeninformationen.

Netterweise konnten wir dann doch etwas früher in unsere Zimmer einchecken, so dass wir uns von unserer Reise frisch machen konnten.

Natürlich mussten auch die WCs, Duschen und die Küche inspiziert werden, wobei wir feststellen konnten, dass Gardinen anscheinend lieber als Dekoration an die Wand gehängt werden als ans Fenster. Auch der IKEA-Anteil – gerade in der Küche – war sehr hoch.

Abends haben wir dann zusammen gekocht und unsere Professorin Fr. Göler von Ravensburg in Empfang genommen. Auch für den Rest der Woche sammelten wir von jedem einen Geldbetrag ein und gingen in Supermärkten einkaufen (es gibt dort auch LIDL!). Das ersparte uns einige Kosten und bescherte uns einige vergnügliche, gemütliche Stunden bei gemeinsamen Mahlzeiten und Küchenarbeit.

Die nächsten Tage vergingen wie im Flug. Wir wurden sehr freundlich von unserem Gastgeber Jonas (er wird von seinen StudentInnen geduzt) und seinen StudentInnen aufgenommen und haben neben verschiedenen Seminaren und Workshops auch Ausflüge zu verschiedenen Kooperationen im Bereich der Sozialen Arbeit gemacht. Alle Aktivitäten waren sehr interessant und aufregend, aber gleichzeitig auch anstrengend. Das lag zum einen daran, dass alles auf englischer Sprache stattfand, zum anderen am Inhalt und Pensum. Wir waren fast täglich von 9 bis ca. 16 Uhr „eingespannt“.

Eines der Highlights vor unserer Abreise war das gemeinsame Abendessen in einem Restaurant, in dem einige von unserer Gruppe die Chance nutzten, Elch zu essen. Anschließend haben wir dann noch einen lustigen Abend mit ein paar von den schwedischen Studentinnen in einem dänischen Pub verbracht und ein kleiner Teil ging danach sogar noch tanzen.

Da unser Rückflug erst abends von Kopenhagen aus ging, bot es sich an, die übrige Zeit zu nutzen, um Kopenhagen ein wenig zu erkunden.

Windmühle in Skandinavien

Windmühle in Skandinavien

Egal ob Shopping, Stadtrundfahrt per Boot oder Essengehen – es war auf jeden Fall ein schöner Abschluss zu unserer doch recht arbeitsintensiven Exkursion. Es lässt sich festhalten, dass wir sehr herzlich aufgenommen wurden und selbst Fremde auf der Straße recht freundlich und hilfsbereit waren. Auch waren wir von dem guten Englisch der Schweden (und Dänen) beeindruckt, welches uns die Verständigung sehr erleichterte.

Alles in allem war es zwar eine kurze, aber dennoch interessante und arbeitsintensive Exkursion, die uns einen Einblick in ein aufgeschlossenes, freundliches und naturverbundenes Land gegeben hat.

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben